Positionspapier des Wasserstoffbündnisses Bayern – Arbeiten zu Wasserstoff der Landesgruppe

30.04.20

Wie bereits im zurückliegenden Newsletter erwähnt, ist die VKU-Landesgruppe Bayern im Februar dem Wasserstoffbündnis Bayern beigetreten. Als ersten Beitrag haben wir den Entwurf eines umfänglichen Positionspapiers kommentiert, das der Bayerischen Staatsregierung als wichtige Grundlage für ihre eigene Wasserstoffstrategie dienen wird. Zugleich flossen diese Arbeiten in die Positionierung des VKU bundesweit ein. Beide Prozesse sind derzeit nicht abgeschlossen und laufen in den jeweiligen Gremien weiter. Das StMWi möchte die eigene Strategie im Sommer vorlegen, das Wasserstoffbündnis zuvor im Mai die eigene Position fertig stellen. Auf Europäischer Ebene vertritt die CEDEC kommunale Positionen für uns. Sie arbeitet intensiv an der europäischen Nomenklatur der verschiedenen Herkunftsarten von Wasserstoff mit.

In der aktuellen Wasserstoffdiskussion sind aus Sicht der kommunalen Unternehmen folgende Aspekte zu beachten und von uns bereits in das Positionspapier des Wasserstoffbündnisses Bayern eingebracht worden:

Wir setzen uns für eine differenzierte Betrachtung der unterschiedlichen Quellen der Wasserstoffgewinnung ein und plädieren dafür, dass mittel- bis langfristig der Wasserstoff in nachhaltig aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen wird. Diese Perspektive muss unweigerlich in den Anfängen einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft mitgedacht werden. Hierzu zählt nicht zuletzt der massive Ausbau erneuerbarer Energien. Grundlage hierfür sind regional, national, europäisch oder global auszugestalten und umzusetzen. Gleichzeitig bedarf es neben der Verwendung von Wasserstoff als Energieträger der Berücksichtigung weiterer Wertschöpfungsströme, wie sie sich etwa bei der Elektrolyse ergeben. Hierbei fallen neben dem gewünschten Wasserstoff, auch Wärme, Sauerstoff oder die Möglichkeit für Flexibilitäten im Stromsystem an. Auf diesem Weg können die lokale Wertschöpfung gesteigert, aber etwa auch Transportwege reduziert werden. Es lässt sich an die Konzepte der KWK anknüpfen und Sektorkopplung verwirklichen, Gas- und Wärmenetze sind weiter zu entwickeln.

Neben der Mitarbeit im Wasserstoffbündnis Bayern stehen wir mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium für die bayerische Wasserstoffstrategie im direkten Austausch. In diesem sind wir gebeten worden, kommunale Projekte zu benennen und die systemische Sicht auf dezentrale Wasserstoffgewinnung, -speicher und -verwendung darzustellen. Viele Projekte sind uns bekannt.

Wichtig ist jedoch, die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstofftechnologien in Ihren Unternehmen noch breiter zu erfassen. Bitte lassen Sie uns wissen, welche Wasserstoffprojekte oder auch Pläne dazu bei Ihnen laufen. Sind Sie interessiert an dem Einsatz von (reinem!) Sauerstoff aus Elektrolyse, der Prozesse mit Luftsauerstoff verbessern könnte? Gemeinsam mit Ihnen, können wir die Chancen kommunaler Unternehmen in eine Wasserstoffstrategie Bayerns einbringen. Bitte kommen Sie auf uns zu.